TAUSEND SONNEN
Ein Projekt zur Wismut und Uranförderung im Erzgebirge

Eine Produktion der BÜRGER:BÜHNE am Staatsschauspiel Dresden und der Theater Chemnitz

"Erz, Genossen, wir brauchen Erz und keine Moral." (Michail Malzew, erster Generaldirektor der SAG Wismut)

Nicht gerade zimperlich war die Forderung in den ersten Jahren der Wismut. Erz: Das war die Tarnbezeichnung für Uran, und benötigt wurde es für den Bau der sowjetischen Atombombe, deren gleißendes Licht heller als tausend Sonnen über dem Testgelände in der kasachischen Steppe leuchtete und damit eine neue Stufe des Kalten Krieges - aber auch die Hoffnung auf eine unerschöpfliche Energiequelle - einläutete. Unter größter Geheimhaltung wurde in Bergwerken und Tagebauen im Erzgebirge und im Thüringer Wald nach dem radioaktiven Element gesucht. Innerhalb kürzester Zeit entstand einer der größten Industriebetriebe der DDR. Die Wismut lockte mit außergewöhnlich hohen Löhnen Menschen aus der ganzen Republik. Ganze Täler wurden umgegraben und durch die Abraumhalden zu Mondlandschaften, denn im Rüstungswettlauf mit den USA konnte keine Rücksicht genommen werden. Nach der Schließung im Jahr 1990 wurde mit der Sanierung begonnen, bei der für viele Probleme neue Konzepte und Technologien erst entwickelt werden mussten.
Wichtige Standorte der Wismut waren neben denen im Erzgebirge auch Königstein (Sächsische Schweiz), Dresden-Gittersee und Freital. Zusammen mit den ehemaligen Angestellten der Wismut aus diesen Standorten, Expert*innen für Kernenergie und den Beteiligten der Sanierung erforscht das Projekt die Geschichte der Wismut und ihre sozialen, ökologischen und weltpolitischen Konsequenzen.

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Premiere Samstag, 26. November 2022
Staatsschauspiel Dresden


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mit: Reiner Brumme, Alexander Borck, Christa Härtel, Heinz Richter, Sven Sczibilanski, Kai-Uwe Ulrich, Silvia Weißbach

Regie Tobias Rausch Recherche Judith Schein Musik Arystan Petzold Ausstattung Anna-Maria Münzner Dramaturgie Christine Besier, René Rainer Schmidt Produktionsleitung Nancy Steininger